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News

29.05.2010 - Braunschweig

Was ist in deiner Tasche?

Ein Kunstprojekt

Was ist der Inhalt deiner Tasche?

Und Wer sagt dir überhaupt, dass dies eine Tasche ist?

 

72 karierte kunststoffbeschichtete großformatige Taschen, bekannt aus dem Import/Export, benutzt von eher ärmeren Bevölkerungsschichten besetzen am 28.05.2010 den Pausenhof des CJD Braunschweig.

Ihr Inhalt ist aber weder das Hab und Gut eines Obdachlosen, noch das Gepäck eines Reisenden oder gar Immigranten, sondern die Schüler der Klassen 5G1, 5G2 und 5G3, die in einer gemeinsamen Aktion Erfahrungen mit Performance in der Öffentlichkeit sammeln.

 

Was als chaotische Ansammlung dieser Taschen anmutet sind kleine aber feine Einzel - Aktionen der Schüler, die gemeinsam mit der Künstlerin Stefanie Trojan und  Studenten der HBK (Rosa Rabe, Ina Hengstler, Fanny Kohler, Sophia Hamann, Vera Schüttler, Elisabeth Wurst, Surya Tüchler, Nadia Salom, Enric Fort, Deborah Uhde, Stefanie Matjeka, Ines Rönpagel) erarbeitet wurden.

 

Ausgehend von einer Aktion der Künstlerin an verschiedenen internationalen Bahnhöfen erarbeiteten die Schüler ihren Inhalt der Taschen.

So ergreift ein Schüler die Flucht im Watschelgang, ein anderer kleidet und verhüllt sich mit 2 Taschen, 2 Schüler stecken den Kopf in die Tasche aber nehmen Kontakt zu ihrer Umwelt mit ihren Händen auf, 4 Schülerinnen nutzen die Hülle als mobile Einheit und spielen gemeinsam ein Spiel, andere verbinden sich indem sie gemeinsam in 2 Taschen steigen und versuchen sich gemeinsam fortzubewegen…

 

Im Vordergrund der Aktion stand die Auseinandersetzung mit Performance als künstlerischem Medium. Die Schüler sollten selbst die Erfahrung machen können, sich und andere mit dieser ungewöhnlichen Situation zu konfrontieren. Sie erlebten den Prozess vom spielerischen Ausprobieren bis zur Öffentlichen Intervention und einem damit verbundenen „sich trauen“ und „sich aussetzen“.

Sie konnten ihren eigenen Ausdruck in die Aktion legen und hatten die Möglichkeit mit sich selbst, ihrem Körper, ihrer Handlung ein Bild zu verdeutlichen. Ziel war es auch, als Gruppe etwas darzustellen, Gruppendynamik erfahrbar zu machen, sich einen Freiraum nehmen zu dürfen und diesen auszufüllen.

 

Foto:

Klaus Gelhaar

 

 

 


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