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23.6., 17.30 h: Sommerkonzert des Norddeutschen Suzuki-Instituts der New Yorker Musischen Akademie im CJD Braunschweig

21.06.2018 CJD Musische Akademie CJD Braunschweig « zur Übersicht

„Kein Talent, dass vom Himmel fiel“, so beschreibt  der Biograph Laurenz Lütteken die Begabung von Wolfgang Amadeus Mozart. Denn bereits im Alter von 4 Jahren erhielt einer der bedeutendsten Komponisten der Klassischen Musik Unterricht in Geige, Klavier und Komposition. Kindern im Alter ab drei Jahren ermöglicht die vom japanischen Geiger und Pädagogen Shinichi Suzuki entwickelte Suzuki-Methode Instrumentalunterricht. Dies seit der Gründung im Jahr 1999 auch durch die Violinistin Almut Hesse  an der New Yorker Musischen Akademie. Vier gemäß den Richtlinien der Deutschen Suzuki Gesellschaft (DSG) ausgebildete Dozenten unterrichten derzeit 50 Schüler im Alter von 4 bis 18 Jahren an Geige und Klavier nach der „Muttersprachenmethode“. Analog zur Spracherziehung auf Auswendiglernen mit Hilfe von Hören, Beobachten und Nachahmen verzichtet sie zu Beginn auf das Notenlesen.

Das Norddeutsche Suzuki-Institut am Neustadtring 9 ist dabei eines von fünf Suzuki -Instituten in Deutschland. Studierte Lehrkräfte für Violine können dort in einer Zusatzausbildung das offizielle Suzuki Diplom erwerben. „Doch erst mit unseren Strukturen ist für mich ein wirklich vollwertiger Suzuki-Unterricht möglich“, beschreibt Olga Bereznitskaya, studierte Violinistin und Leiterin des Instituts, die Vorteile der Methode. „Denn der Unterricht besteht neben Einzel- auch aus Gruppenunterricht mit weiteren Suzuki Schülern und wird im Idealfall bereits frühzeitig flankiert von Vorspielmöglichkeiten.  Die hohe Anzahl der Schüler und zahlreiche Konzertmöglichkeiten der Akademie wie z.B. Sommer- und Weihnachtskonzerte, Open Stage Konzerte, Tag der offenen Tür, Musische Festtage des CJD, schaffen diese Plattformen.“

Bereits während des Studiums am staatlichen Tschaikovsky-Konservatorium Moskau und an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover entdeckte die ehemalige Stipendiatin des russischen Kulturministeriums ihre Passion fürs Unterrichten. Genauso aber war sie auf der Suche nach einer geeigneten Methode, gerade besonders begabte junge Schüler optimal fördern zu können –bis sie 2006 im Rahmen Ihres Engagements bei den Bremer Philharmonikern auf einen entsprechenden Aushang der Musischen Akademie stieß. „Denn Schüler mit der Ambition, Berufsmusiker zu werden, müssen heutzutage schon im Alter von drei oder vier Jahren umfassend gefördert werden. Sonst ist es praktisch unmöglich, den Abstand zu besonders begabten Schülern –nicht nur aus Asien- noch aufzuholen und um die wirklich tollen Stellen konkurrieren zu können“, so Bereznitskaya. „Die Methode ist dabei absolut führend. Bei vielen Wettbewerben sind unsere Suzuki Schüler erfolgreich. Zudem ging es Shinichi Suzuki aber vor allem darum, Kindern zu Menschen zu erziehen, die als ein gutes und aktives Mitglied der Gesellschaft heranwachsen und Fähigkeiten dafür durch die Freude am gemeinsamen Musizieren frühzeitig erlernen.“

Einen Einblick in die verschiedenen Phasen des Unterrichts ermöglicht das kommende Sommerkonzert mit dem Titel „Sommernachtstraum“ des Norddeutschen Suzuki Instituts am 23. Juni um 17:30 Uhr in der Kirche St. Magni im Braunschweiger Magni-Viertel. Zuerst präsentieren sich die besten Solisten und Preisträger der vergangenen Jahre, darunter Schüler aus Hannover, Peine, Braunschweig und Wolfsburg, mit Kompositionen klassischer Komponisten. Danach musizieren alle 50 Schüler gemeinsam und in Kammermusik-Ensembles Werke aus Klassik, Volkslied und Pop: Von „Hänschen klein“ bis Freddie Mercury. Das Ende bilden wieder Solisten des Instituts.