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Autonomes Fahren vs. Private Motorisierung

15.07.2015 CJD Braunschweig CJD Grundschule Braunschweig CJD Gymnasium Braunschweig « zur Übersicht

Die Ethik ist jener Teilbereich der Philosophie, der sich mit den Voraussetzungen menschlichen Handelns und seiner Bewertung befasst. Damit gehört die Ethik zum Teilbereich der praktischen Philosophie. Und mit den Facetten der Ethik in der aktuellen Zeit beschäftigte sich dieses Schuljahr auch der Leistungskurs Philosophie vom Gymnasium Christophorusschule –darunter auch mit dem Themengebiet Technik und Ethik. Technik und Ethik –dazu gehört in der Region Braunschweig natürlich auch die Beschäftigung mit Fragen der Mobilität und privaten Motorisierung in der Zukunft.

In diesem Bereich beruflich engagiert sind Dr. Frank Klingenberg, Martin Richter und Jens Rohrbeck von der IAV-Automotive Engineering. Als Engineeringpartner der Automobilindustrie engagiert sich das Unternehmen in allen Bereichen der Elektronik-, Antriebsstrang- und Gesamtfahrzeugentwicklung, darunter auch im Bereich des hochautomatischen und autonomen Fahrens. Denn jedes Jahr befindet sich der durchschnittliche Deutsche über 18 Jahre im Durchschnitt ca. 40 h nur im Stau. Dabei besitzen in einigen Großstädten schon nicht mal mehr die Hälfte der Bevölkerung ein Auto und die Car-Sharing Branche verzeichnete allein im Jahr 2014 ein Wachstum von über 60 %. Zudem könnte die Gesellschaft bei einem effizienten Einsatz mit 1/10 der heutigen PKW dieselbe Mobilität erreichen.

Welche Möglichkeiten eröffnet das Autonome Fahren nun mit Blick auf die Zukunft und diese Fakten? Welche Risiken und grundsätzliche Fragen sind damit verbunden? Über diese Fragen diskutierten Dr. Frank Klingenberg, Martin Richter und Jens Rehbock auf Einladung der Lehrerin Karina Fäsche mit den Schülern des Leistungskurses Philosophie sowie Mitschülern, u. a. aus dem Mathematik-Leistungskurs, einen Vormittag lang im Kammertheater des Gymnasiums Christophorusschule, nachdem sie den Schülern ihre Aufgabenbereiche bei der IAV sowie Zahlen und Fakten rund um das Thema Mobilität und Autonomes Fahren präsentiert hatten.

Und damit die Schüler auch einen haptischen Eindruck von den Möglichkeiten des hochautomatisierten Fahrens bekommen, konnten sie in Gruppen ein paar Kurven in einem Prototyp-Auto des Unternehmens auf dem Schulhof sowie eine Strecke auf der Autobahn fahren. Wir danken den Mitarbeitern von der IAV für diesen Besuch  und die wertvollen Einblicke und Ansichten aus der Praxis, welche sie den Schülern ermöglicht haben.